100 Tage

– Die Reise unseres Lebens –

Viel zu tun in Sihanoukville und Weiterreise nach Kampot

Zum Glück ergatterten wir noch ein Ticket für die Fähre von Koh Rong nach Sihanoukville am Dienstagmorgen. Gegen Mittag waren wir am Stadtrand beim Arzt, der ein Abszess diagnostizierte und Melik ein paar Medikamente verschrieb, Antibiotika zu unserer Freude aber nicht für notwendig erachtete.

Visa für Vietnam

In einigen Tage möchten wir nach Vietnam weiterreisen und benötigen hierfür Visa. Bis zu 15 Tage kann man als deutscher Staatsbürger visumsfrei einreisen. Wir wollen aber entspannter reisen und mehr Zeit in Vietnam verbringen. Leider ist es nicht möglich an der Grenze on arrival ein einmonatiges Visum (40 US-Dollar) zu bekommen, man muss sich vorab eins besorgen. Perfekt, dass es in Sihanoukville ein vietnamesisches Konsulat gibt!

Unsere Reisepässe
Unsere Reisepässe

Also fuhren wir mit unserem gesamten Gepäck im Tuk Tuk dorthin. Nach einer Dreiviertelstunde schließlich wurde das Visa-Office nach der Mittagspause wieder geöffnet und wir konnten die Visa beantragen. Entgegen unserer Erwartungen wurde die Verfahrensweise offensichtlich vor kurzem geändert und man muss den Pass nun bis zum nächsten Tag dort lassen. Da wir jedoch am Nachmittag noch mit dem Bus nach Kampot fahren wollten, passte das so gar nicht in unsere Pläne. Natürlich wird auch ein Expressservice angeboten, der pro Visum mit 10 US-Dollar zu Buche schlägt. Also zahlten wir extra, die Visa wurden aber trotzdem nicht sofort ausgestellt sondern wir mussten bis 17 Uhr warten. Blöd nur, dass der letzte Bus nach Kampot um 16 Uhr fährt! Natürlich hätten wir auch eine Nacht in Sihanoukville bleiben können, aber das wäre wirklich unsere letzte Wahl gewesen.

China Town

Sihanoukville wird seit ein bis zwei Jahren von Chinesen überrannt. Touristen aus dem Reich der Mitte sind in den angeblich 100 Casinos der Stadt auf der Suche nach Unterhaltung. Auch chinesische Geschäftsleute, die überall neue Hochhäuser und Fabriken bauen, werden von Sihanoukville magisch angezogen. Die Übernachtungspreise sind extrem hoch und die Stadt hat mit Ausnahme von Baustellen an jeder Ecke nicht wirklich etwas zu bieten. Um die Wartezeit bis zur Abholung unserer Pässe zu überbrücken, wollten wir in eines der im Reiseführer erwähnten Restaurants einkehren. Alle drei gab es nicht mehr, entweder abgerissen und Megabaustelle an diesem Ort oder wir fanden ein chinesisches Restaurant vor.

Abgeholzter und verbrannter Wald nahe Sihanoukville. Laut Taxifahrer soll hier bald ein chinesisches Hotel stehen.
Abgeholzter und verbrannter Wald nahe Sihanoukville. Laut Taxifahrer soll hier bald ein chinesisches Hotel stehen.

Weiterfahrt nach Kampot

Die einzige Möglichkeit, Sihanoukville mit Visum für Vietnam im Pass am gleichen Tag noch ins zwei Stunden entfernte Kampot verlassen zu können, bestand in einer Taxifahrt. Für 60 US-Dollar fuhr uns ein Taxifahrer zunächst zum Konsulat und anschließend direkt nach Kampot.

Die Straße dort hin ist sensationell schlecht. In einem Abschnitt von 30 Kilometer sind alle paar hundert Meter so viele tiefe Schlaglöcher, dass man sie wirklich nur im Schritttempo durchfahren kann. Eine Fahrt hier mit dem Minivan (in der Regel rasant, riskant und immer am Limit) wollen wir uns gar nicht ausmalen!

Gegen 19.30 Uhr hatten wir dann endlich unser kurz vor der Abreise in Sihanoukville für eine Nacht gebuchtes Hostel erreicht. Noch ein leckeres Abendessen im The Simple Things, einem tollen vegetarischen Restaurant, und der hektische Tag bei Meliks eingeschränkter Mobilität fand trotz einiger Widrigkeiten ein glückliches Ende! In Kampot werden wir es nun wieder ruhig angehen lassen und ein paar Tage verbringen, bis Meliks Bein wieder richtig gesund ist.

Falafelteller und Libanesischer Salat im „The Simple Things“
Falafelteller und Libanesischer Salat im „The Simple Things“

Detaillierte Bewertungen der von uns besuchten Restaurants, Guesthouses und Sehenswürdigkeiten findet ihr auf unserem TripAdvisor Profil.

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