100 Tage

– Die Reise unseres Lebens –

Auf zwei Rädern ins Bolavenplateau #2

Den Bericht über den ersten Tag im Bolavenplateau gibts hier!

Die 65 km lange Strecke nach Pakxong schlängelt sich kontinuierlich den Berg hinauf. Oft mussten wir Lkws überholen, die nebeneinander im Schneckentempo den Berg hinaufkrochen. Da wir die Mittagshitze auf der Straße vermeiden wollten, machten wir uns erst am Nachmittag auf den Weg dorthin. Vormittags kühlten wir uns bei strahlendem Sonnenschein nochmal im Tad Lo Wasserfall ab. Als wir gegen 16 Uhr ankamen, war im Hostel unserer Wahl leider kein Zimmer mehr frei. Ein paar Meter weiter fanden wir aber problemlos zwei saubere und günstige Zimmer.

Die Mopedgang

Für den nächsten morgen hatten wir bei Mr. Koffie eine Tour gebucht. Der gebürtige Holländer lebt seit 13 Jahren in Laos und liebt Kaffee. In Pakxong, der inoffiziellen Kaffeehauptstadt von Laos, kann er seiner Leidenschaft perfekt nachgehen. Nach einem doppelten Espresso in seinem Haus starteten wir gemeinsam mit einem Pärchen aus Düsseldorf in Richtung der Kaffeeplantagen.

Mr. Koffie

Mr. Koffie erklärte uns, worauf es beim Anbau der Kaffeepflanzen ankommt und wie die Beeren zu Bohnen verarbeitet werden. Die Arabica-Sorte gedeiht in einer Höhe von 1200 m bis 1800 m über dem Meeresspiegel am besten. Pakxong liegt auf 1285 m und ist daher perfekt geeignet für den Anbau dieser Pflanze, die bis zu 75 Jahre alt werden kann. Die Sorten Robusta und Liberica wachsen auch in tieferen Ebenen. Die Ernte im Bolavenplateau startet im Oktober mit Beginn der Trockenzeit und dauert drei Monate. Daher kann man zu dieser Zeit alle Stadien der Herstellung anschauen. An den Kaffeepflanzen hängen rote und grüne Kaffeebeeren. Wir durften die reifen Beeren probieren. Ihr dünnes Fruchtfleisch schmeckt sehr süß und lecker. Den größten Teil der Frucht machen aber die beiden Bohnen aus.

Frische Kaffeebohnen
Zum Trocknen ausgebreitete Kaffeebeeren
Gerät zur Verarbeitung der Kaffeebohnen

Die Beeren werden nach dem Pflücken ausgebreitet und mehrere Tage in der Sonne getrocknet. Anschließend werden die Bohnen von dem vertrockneten Fruchtfleisch getrennt und ungeröstet verkauft. Von 5 kg frischen Beeren bleibt nach dem Trocknen nur noch 1 kg grüne Bohnen übrig. Nach dem Rösten verringert sich das Gewicht nochmals auf 700 – 800 g Kaffeebohnen. Der Vormittag mit Mr. Koffie war sehr unterhaltsam und so wurden aus der geplanten zweistündigen Tour über vier Stunden.

Auf der Heimfahrt nach Paksé stoppten wir beim Wasserfall Tad Fan. Über 120 m ergießen sich die Zwillingswasserfälle in eine tiefe Schlucht. Baden kann man hier nicht, aber die Aussicht aus der Ferne lohnt den Besuch allemal.

Tad Fan Wasserfall

Fazit:

Im Vorfeld hörten und lasen wir widersprüchliche Erfahrungsberichte über das Bolavenplateau. Von langweilig über furchtbar bis spektakulär und beeindruckend war alles dabei. Wir wollten uns auf jeden Fall selbst ein Bild dieser Region machen. Unsere Entscheidung, drei Tage im Bolavenplateau zu verbringen, haben wir keine Sekunde bereut.

Mit dem Moped durch die Gegend zu düsen war ein ganz neues Gefühl von Urlaub. Wir besuchten den wunderschönen Wasserfall Tad Lo im gleichnamigen Dorf, hatten einen super tollen Abend beim gemeinsamen Family Dinner und eine interessante Tour mit Mr. Koffie bevor wir unseren Ausflug mit dem Besuch beim Tad Fan beendeten. Aus unserer Sicht lohnt sich das Bolavenplateau für alle, die Laos auch abseits der größeren Städte erleben möchten. Wir empfehlen eine zweite Nacht in Tad Lo zu verbringen und insgesamt einen Tag mehr einzuplanen, also insgesamt drei Nächte bzw. vier Tage.

Schön war’s!

Unser nächster Stopp, der auch etwas länger ausfallen wird als bisher, führt uns wieder abseits der Städte in eine traumhafte, grüne und nasse Landschaft. Lässt euch überraschen von unserem Beitrag über …?

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