100 Tage

– Die Reise unseres Lebens –

Angekommen in Tokio

Endlich sind wir in Tokio angekommen! An dieser Stelle nochmals tausend Dank an Nora und Daniel für den besten und unterhaltsamsten Flughafen-Shuttleservice! Am Flughafen Haneda angekommen, hat uns Abraj gleich in Empfang genommen. Zum Glück kennt er sich in Tokio bereits bestens aus. Alleine hätten wir den Weg zu seiner Wohnung wohl nicht gefunden. Es gibt einfach unglaublich viele Metrolinien verschiedener Betreiber und obwohl neben den japanischen Schriftzeichen auch die englische Übersetzung steht, ist die Orientierung alles andere als einfach. Daher sind wir sehr froh, Abraj als Reiseführer dabei zu haben!

Am Flughafen Haneda in Tokio

Die Aussicht von seiner Wohnung im 45. Stock eines Hochhauses am Tokio Bay ist einfach atemberaubend. Dieses Bild ist bei unserer Ankunft Freitagnacht entstanden. Am nächsten Morgen hatten wir eine schöne klare Sicht auf den Mount Fuji (Titelbild).

Nach einer kurzen Nacht (und einer zuvor im Flugzeug verbrachten Nacht fast ohne Schlaf) haben wir uns heute am Samstag in den Großstadtdschungel gestürzt. Tokio ist wirklich eine beeindruckende Metropole und überwältigend in jeder Hinsicht.

Morgens ging‘s zuerst zum Tsukiji-Fischmarkt. In den engen Gassen mit hunderten Marktständen gibt es neben frischen, getrockneten und lebendigen Fischen auch andere Leckereien und etliche kleine Restaurants. In einem diesem Restaurant haben wir das leckerste Sushi unseres Lebens gegessen. Vor dem Restaurant war eine sehr lange Schlange, sodass wir etwa 20 Minuten warten mussten. Ein Zeichen dafür, dass es sich um ein wirklich sehr gutes Restaurant handelt. Da wir Sushi einfach lieben, wird es nicht das letzte Mal gewesen sein während unseres Aufenthalts in Japan! Die Wartezeit haben wir mit japanischem Bier überbrückt Danke an Akiko & Lucas fürs Spendieren des ersten Drinks in Japan!

Nachmittags haben wir endlich unsere Japan Railway Pässe am Hauptbahnhof eingelöst. Damit können wir jetzt die JR-Linie in Tokio und den Schnellzug Shinkansen in den nächsten sieben Tagen unbegrenzt nutzen.

Im Anschluss statteten wir dem Kaiserpalast einen Besuch ab. Da der Kaiser tatsächlich dort wohnt, kann man ihn leider nun von weitem und zu einem kleinen Teil sehen. Der riesige, perfekt angelegte und gepflegte Park davor war aber auch sehr beeindruckend. Unbebaute und vor allem grüne Flächen in dieser Größe sind eine Seltenheit in Tokio.

Im Anschluss hat uns Abraj gleich zum nächsten absoluten Highlight geführt. Shibuya Crossing – die wahrscheinlich berühmteste Kreuzung der Welt. Schon das Treiben von der Shibuya Station aus zu beobachten ist ein absolutes Erlebnis. Tausende Fußgänger überqueren bei Grünlicht für zwei Minuten die riesige Kreuzung in alle Richtungen. Sobald die Ampel auf rot schaltet, leert sie sich schlagartig und am Straßenrand sammeln sich wieder Menschentrauben, bis das Schauspiel von neuem beginnt. Da das Überqueren dieser legendären Kreuzung einfach Pflicht für jeden Tokio-Touristen ist, haben wir uns im Anschluss natürlich selbst auch ins Getümmel gestürzt.

Nach einem kurzen Spaziergang durch die umliegenden Straßen knurrte uns dann schon wieder der Magen, sodass wir dringend in einem kleinen urigen Restaurant einkehrten.

Im Anschluss stand noch ein Besuch im Kneipenviertel Golden Gai auf dem Programm. Da es am Abend allerdings ganz schön kalt wurde (laut Wetter-App nur 4 Grad), führte uns der nächste Weg direkt zu Abraj nach Hause. Bei Tee, Gin Tonic und Fußbodenheizung konnten wir den Abend entspannt ausklingen lassen.

Fazit unseres ersten Tages in Japan: bereits jetzt haben wir einige Kuriositäten Tokios kennen gelernt. Hier ein paar Beispiele.

  • Obwohl es keine öffentlichen Mülleimer gibt, ist die Stadt absolut sauber und man sieht keinen Müll auf den Straßen. Die Japaner sind es einfach gewohnt, ihren Abfall wieder mit nach Hause zu nehmen.
  • Im Supermarkt und teilweise sogar an Automaten am Straßenrand kann man heißen Tee in Plastikflaschen kaufen. Hierfür gibt es extra beheizte Wärmeschränke bzw. -fächer.
  • Aus Ticketautomaten, ATMs und Rolltreppen dröhnen am laufenden Band Ansagen und schräge Musik.
  • An jeder Metro-/ Bahn-Haltestelle ertönt nach Ankunft eines Zuges eine individuelle, sechs Sekunden andauernde Musik, damit Reisende auch im Halbschlaf erkennen, dass sie ihren Ausstiegshalt erreicht haben. Ob dies die Anwohner gut finden?

Insgesamt ist die ganze Stadt einfach gigantisch. Überall sind Unmengen an Menschen. Häuserfassaden, Bahnen, Haltestellen und andere öffentliche Flächen sind mit blinkender, bunter, kitschiger Werbung versehen, man wird förmlich erschlagen davon. Die Stadt ist eine einzige Reizüberflutung. Die Verarbeitung dieser vielen neuen Eindrücke wird eine Zeit dauern.

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